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AeroMobil: Erste Flugtests abgeschlossen

Derzeit versuchen sich gleich einige Hersteller am fliegenden Auto. Eins davon, das AeroMobil aus der Slowakei, ist der Zertifizierung näher gekommen.

Von Redaktion
AeroMobil fliegendes Auto
Abgehoben: Die aktuelle Version des slowakischen Flugautos in der Luft Foto: AeroMobil

Seit zehn Jahren arbeitet AeroMobil am Projekt, der aktelle Prototyp trägt die Versionsnummer 4.0 und hatte im September 2020 mit der Flugerprobung begonnen. Angestrebt wird eine EASA-Zulassung nach CS-23, 2019 hatte das Unternehmen den Zertifizierungsprozess angeschoben.

Nun sind mit dem Abschluss einer Serie von Flugtests erste Meilensteine erreicht, teilt das Unternehmen mit. Die Maschine habe dabei verschiedene Punkte erfüllt, darunter Flüge unter Höchstgeschwindigkeit und nahe am Strömungsabriss. Außerdem habe das AeroMobil bewiesen, auf einer Strecke von 1300 Fuß (knapp 400 Meter) abzuheben, die Steigrate sei über 1200 Fuß pro Minute.

AeroMobil 4.0 fliegendes AutoAeroMobil 4.0 fliegendes Auto
Zwei Welten: Das AeroMobil ist in der Luft und auf der Straße zuhause

Angetrieben wird das AeroMobil von einem 300 PS starken Turbo-Boxermotor, die Flügel falten automatisch in etwa drei Minuten ein und aus. Ganz am Heck der 6,1 Meter langen Maschine ist ein Vierblatt-Prop als Pusher montiert. Im Flug erreicht der Hochdecker bis zu 260 km/h bei einer Reichweite im ökonomischen Reiseflug von zirka 740 Kilometern bei 220 km/h, so der Hersteller. Als Auto fährt das AeroMobil 160 km/h schnell.

AeroMobil 4.0 fliegendes AutoAeroMobil 4.0 fliegendes Auto
Elegante Erscheinung: AeroMobil 4.0 auf der IAA, 2017

Serienmäßig ist das fliegende Auto mit einem Gesamtrettungssystem ausgerüstet – dass es funktioniert, musste Entwickler und Testpilot Stefan Klein im Mai 2015 ausprobieren, als der Prototyp AeorMobil 3.0 in einen unkontrollierbaren Flugzustand geriet und abzustürzen drohte. Klein überstand die Landung am Fallschirm des Rettungsgeräts mit leichten Blessuren.

2016 verließ Klein das Unternehmen und arbeitet inzwischen mit seiner eigenen Firma weiter an einem fliegenden Auto. Sein AirCar genannter Entwurf hatte im Herbst 2020 erfolgreich den Erstflug absolviert.

Bei AeroMobil sind die Testpiloten von der Performance des zweisitzigen Prototyps 4.0 angetan, vor allem die Landung sei denkbar einfach: „Man muss das AeroMobil nah an den Boden bringen und schlicht das Gas rausziehen. Sobald die Räder den Boden berühren, ist es wieder wie Autofahren.“

Vermarkten will das Unternehmen sein fliegendes Auto Anfang 2023, zum Preis gibt es derzeit keine Informationen auf der Herstellerwebsite. Man sieht sich allerdings in guter Gesellschaft zu „luxuriösen Super-Cars“ – was wohl als ein Hinweis auf die Preisgestaltung zu verstehen ist. Für 2025 ist sogar ein Viersitzer geplant.

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